Betrieb & Recht
DSGVO und KI
Personenbezogene Daten in KI-Systemen brauchen Rechtsgrundlage, Zweckbindung und einen Blick darauf, wo verarbeitet wird.
Sobald personenbezogene Daten in ein KI-System gehen, gelten dieselben Regeln wie sonst: Es braucht eine Rechtsgrundlage, einen festgelegten Zweck, und es darf nur so viel verarbeitet werden wie nötig. Ein Modell ist dabei kein Sonderfall, sondern ein weiterer Verarbeiter.
Praktisch sind drei Fragen entscheidend: Wer ist Auftragsverarbeiter und gibt es einen Vertrag dafür, wo stehen die Server, und werden Eingaben zum Training verwendet. Bei den Geschäftsangeboten der großen Anbieter ist Letzteres üblicherweise ausgeschlossen, bei kostenlosen Zugängen häufig nicht.
Wo Inhalte besonders sensibel sind, ist ein selbst betriebenes offenes Modell manchmal die einfachere Antwort als jede Vertragskonstruktion. Das ersetzt keine rechtliche Prüfung im Einzelfall.
Verwandte Begriffe
- Open-Weight-Modell
Ein Modell, dessen Gewichte frei verfügbar sind, sodass es auf eigener Infrastruktur laufen kann.
- Guardrails
Technische und organisatorische Grenzen, die festlegen, was ein KI-System tun darf und was nicht.
- KI-Agent
Ein System, in dem ein Modell selbst entscheidet, welche Werkzeuge es in welcher Reihenfolge benutzt, um ein Ziel zu erreichen.
In der Praxis üben
In der AI Masterclass kommt dieser Begriff nicht als Definition vor, sondern in einer Session, in der damit gearbeitet wird.